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Donnerstag, 7. März 2013, 08:41

Rennorganisation - wie geht das?

Was muss man alles unternehmen, wenn man ein offizielles Rennen in seiner Stadt organisieren möchte?

Mit wem muss man reden, welche Genehmigungen werden benötigt, welche Versicherungen werden benötigt, etc.?

Gibt es regionale Unterschiede?

Hier bitte alles auflisten. Vielleicht kommt ja hinterher sowas wie eine Checkliste zur Rennorganisation dabei raus.

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Donnerstag, 7. März 2013, 09:44

Auf eine ähnliche Fragestellung hat der User DerPiet im cx-sport.de-Forum geantwortet:

Zitat von »DerPiet;78751«

Für ein offizielles Rennen muss der Ausrichter ein Verein oder evtl ein Mitglied des VDR (aber selbst die haben für Ihre Rennen immer auch einen Verein im Hintergrund) sein, ansonsten kann man es nicht anmelden. Nicht angemeldete Trainingsrennen sind aus versicherungstechnischer Sicht sehr problematisch und werden mit Sicherheit nicht von den Behörden zugelassen. Bei denen wird es momentan ja selbst für Vereine die über die Sporthilfe versichert sind schwierig, da die Genehmigungsbehörden nach Duisburg immer absurdere Versicherungsforderungen stellen.

Genehmigungen hängen von der Location ab, sobald öffentliche Wege betroffen sind, ist immer die Strassenverkehrsbehörde beteiligt. Darüber hinaus natürlich der Eigentümer des Geländes, die Landschaftsschutzbehörde und wenn es in der nähe bewohnter Gebiete ist oftmals auch die Ordnungsämter wegen eventueller Lärmschutzauflagen.

und zur Rückfrage nach privaten Veranstaltern, wie z.>B. für das 24h-MTB-Rennen in Duisburg schreibt er:

Zitat von »DerPiet;78760«

zu den "gewerblichen" Rennen, bei etlichen weiss ich das der Veranstalter einen ausrichtenden Verein hat, selbst bei den grösseren Strassenrennen. Claußmeier hat z.b. immer noch mit Olympia-Dortmund einen BDR Mitgliedsverein.

In Duisburg wird es vermutlich nicht anders sein, es ist ja ein Rennen welches im offiziellen Kalender auftaucht. Es gibt bei solchen Rennen eben einen Unterschied zwischen Veranstalter und Ausrichter. Veranstalter ist die jeweilige Eventagentur o.ä. Ausrichter ein Mitgliedsverein des BDR

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Donnerstag, 7. März 2013, 10:12

Und hier noch ein Link zum cx-sport.de-Portal, wo der User aegluke mal das wichtigste in einem Artikel zusammengefasst hat:

http://www.cx-sport.de/content/wie-organ…ein-crossrennen

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Donnerstag, 7. März 2013, 11:48

Hier mal die aktualisierte Fassung.

Zur Durchführung am Renntag (also dem eigentlichen Rennen), gibt es auch noch einmal eine Anleitung - auch mit den entsprechenden Unterlagen und worauf man als Kampfrichter achten sollte und wie man Ergebnisse möglichst schnell erstellen kann.

(aktualisierte Fassung hängt etwas weiter unten an)

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Arno Illmann« (28. Dezember 2013, 19:33)


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Donnerstag, 7. März 2013, 13:19

Wichtig ist auch: die Rennen müssen im Kalender des BDR stehen, sonst können für Lizenzfahrer Sperren verhängt werden. Auch wenn das Rennen nicht als Lizenzrennen ausgeschrieben ist.

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Donnerstag, 7. März 2013, 13:50

Beispiel,

Radsportveranstaltungen Stadt Köln. In Mülheim an der Ruhr, Düsseldorf, Bochum und Essen sind die Allgemeinen Bestimmungen vom Ablauf fast identisch.

Sie möchten eine radsportliche Veranstaltung (Radrennen) auf öffentlichem Straßenland durchführen.

Radsportveranstaltungen (Volksradfahren)

Sie möchten eine radsportliche Veranstaltung wie Radtouristik- und / oder Volksradfahren auf öffentlichem Straßenland durchführen.

Zeitabnahmen werden in der Regel entweder durch den in der Startnummer integrierten Chip oder manuell abgenommen. Die erste Methode ist natürlich einfacher, da die Anmeldung, Startnummernausgabe, Urkunden, Zeitabnahme , Kontakt über Teilnehmer, Kalendar mit Erinnerungsfunktion sowie Veröffentlichungen usw. im Ganzen abgearbeitet werden kann.

Siehe hier z.B. Race Result

Edit: Die erwähnte Versicherungssumme ist für eine Eventagentur, Verein, Privatveranstalter nicht so hoch angesetzt und entspricht der Mindestanforderung eines Kleinveranstalter, die ich allerdings in meinem Betrieb auch habe und für Wassersport-Events ausreicht. Meistens müssen auch Teilnehmer bei der Anmeldung eine Einverständniserklärung und einen Haftungsausschluß unterschreiben. Rechtlich gesehen ist man dann gegen Unfälle, Ansprüche von Teilnehmern geschützt.

Dieser Beitrag wurde bereits 4 mal editiert, zuletzt von »Coray Cinsar« (7. März 2013, 14:30)


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Samstag, 9. März 2013, 15:46

Wie kommt man denn an "Absicherung durch Rettungssanitäter/Krankentransporter"?

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Samstag, 9. März 2013, 19:53

Wie kommt man denn an "Absicherung durch Rettungssanitäter/Krankentransporter"?
Die kann man "Kaufen"! Bei unserer RTF damals haben wir den Dienst vom ASB in Anspruch genommen.

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Samstag, 9. März 2013, 22:01

Es kommt immer auf die Veranstaltung und auf die örtlichen Auflagen des Ordnungsamtes an. Nicht immer muss ein Krankenwagen an Ort und Stelle sein, aber auf Abruf bereit sein. Ich brauche z.B. bei meinen Wassersportveranstaltungen an Seen und Flüssen (Jetski, Tauchen, Wasserski usw.) neben Sanitäter immer DLRG. Bei manchen Veranstaltungen brauchen wir wiederum keine, da wir selber ausgebildete Erstehilfehelfer (EFR) mit HLW & AED-Schein sind und auch ausbilden dürfen.

Meistens ist es aber einfacher, wie Uwe es schon geschrieben hat, Sanitäter zu mieten oder aber auch ehrenamtlich tätigen zu lassen. Das macht bei Veranstaltungen auch einen besseren Eindruck.

Informationen zu Veranstaltungen

Die Johanniter

ASB & Malteser

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Sonntag, 10. März 2013, 09:58

Einen Überblick über die Modalitäten zur Beantragung und Genehmigung verschiedener Veranstaltungen hier in Dortmund .

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Dienstag, 17. September 2013, 08:57

Auch hier war der Dateianhang durch ein Modul-Update verloren gegangen, also habe ich ihn hier neu angehängt.
»Arno Illmann« hat folgende Datei angehängt:

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Montag, 2. Dezember 2013, 16:38

Zeitnahme

Habe heute was von chaotischer Zeitnahme und Verwechselungen von Startnummern und überrundeten Fahrern gelesen.
Demnach ist das auch ein beachtenswerter Punkt.
Ich hab ja selbst nicht viel Erfahrung, finde aber die elektronische Zeiterfassung mit Transpondern, wie z.B. beim Fietssportief.nl Cup nicht schlecht. Römers, der Zeitnehmer beim Cup ist auch in D aktiv.
Und ansonsten gibt es wohl auch noch Mika Timing, die auch DIY-Boxen anbieten, wo alles dabei ist, was man so braucht. Ist vermutlich günstiger als eine Zeitnahmefirma zu beauftragen.

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Dienstag, 3. Dezember 2013, 21:48

Romers machts halt auch nicht umsonst. Mit Transpondersystemen ist auch wohl so eine Sache, Daniel hatte da ja auch schon recherchiert.

Mit ein wenig gutem willen und etwas Software geht es aber recht gut ohne wie man jedes Wochenende beim WEC sehen kann. Sogar bis hin zum live-stand im i-net.

Gesendet von meinem ME301T mit Tapatalk 2

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Mittwoch, 4. Dezember 2013, 21:16

Klar, Römers bietet Vollservice. Mika eben auch das Set zum "Selbermachen".
Wie läuft das im WEC?

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Sonntag, 23. März 2014, 00:27

Am besten funktioniert es mit Race Result ;) Für Veranstalter gibt es auch dementsprechende Software. Alle Starter bekommen eine Startnummer mit integriertem Chip. Wenn die Teilnehmer vom Start aus über die elektronisch gesteuerte Matte laufen bzw. fahren, fängt die Nettozeit an. Überrundungsfehler durch doppelte Zeitabnahme oder Teilnehmerverwechselungen finden sogar bei tausendstel Sekunden nicht statt. Bei Großveranstaltungen wie beim Ironman, Challenge Serie oder Marathonläufen wird zu 70% Race Result Sytem benutzt. Mika Timing ist auch empfehlenswert, aber auch teuer. Man kann bei Race Result sogar Finisher Fotos oder Videos aufzeichnen lassen, was zusätzlicher Service oder Einnahmen für den Veranstalter bedeutet.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Coray Cinsar« (23. März 2014, 00:33)


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